Elterninformationen zu Kitaschließungen vom 17.03.-17.04.2020

Sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Damen und Herren,
der Senat von Berlin hat heute auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie die Schließung aller Kitas
ab Dienstag, dem 17.03.2020 bis einschließlich zum Freitag, dem 17.04.2020
beschlossen.


Die Schließung der Kindertagesstätten soll dazu beitragen, Art und Umfang sozialer Kontakte zu
reduzieren, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen bzw. zu vermeiden.
Insbesondere sollen auf diese Weise besonders gefährdete Gruppen geschützt und in der Folge
Überlastungen des Gesundheitssystems vermieden werden.
Die Senatsverwaltung für Jugend ist sich der Auswirkungen dieser Entscheidung für ihre persönliche
Situation bewusst. Dennoch bitten wir Sie, mit Blick auf die gesamtgesellschaftlichen
Herausforderungen, um Verständnis für diese Maßnahme.


Um die wichtigsten Aufgaben der Daseinsvorsorge auch in dieser außergewöhnlichen Notsituation
sicherzustellen, wird mit Unterstützung der Träger ein Notsystem mit einer sehr begrenzten
Platzzahl aufrechterhalten. Dieses Notsystem ist Personen vorbehalten, die systemrelevante
Tätigkeiten ausüben (v. a. in den Bereichen Gesundheit/ Pflege und öffentliche Sicherheit) und trotz
aller eigenen Bemühungen keine andere Möglichkeit der Betreuung ihrer Kinder haben.
Über diese Angebote sowie das damit verbundene Zuweisungsverfahren werden wir Sie im Laufe
des Montags auf der Homepage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informieren
(https://www.berlin.de/sen/bjf/).

Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin (14.03.2020)

 

§ 9 Tageseinrichtungen im Sinne des Kindertagesförderungsgesetzes

Tageseinrichtungen im Sinne des Kindertagesförderungsgesetzes dürfen nicht geöffnet werden, soweit es sich nicht um eine Notbetreuung von Kindern von Eltern handelt, deren berufliche Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens insbesondere im Bereich der Gesundheit, Pflege, der öffentlichen Sicherheit und Versorgung erforderlich ist.Über die Auswahl der Einrichtungen entscheidet die für das Schulwesen zuständige Senatsverwaltung.§ 9 tritt am 17. März 2020 in Kraft.

https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/rathaus-aktuell/2020/meldung.906890.php

Stellungnahme des LEAK zu Kitaschließungen anlässlich des Coronavirus SARS-CoV-2 (14.03.2020)

Nach der Ankündigung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie findet ab dem kommenden Dienstag, 17. März, bis zum 17. April 2020 keine allgemeine Kitabetreuung in Berlin mehr statt.

Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge sollen Möglichkeiten zur Notbetreuung in Kindertagesstätten angeboten werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

„Diese Einschränkungen sind weitreichend, einschneidend und notwendig. In diesem Zusammenhang appellieren wir auch an Eltern, sich mit Verabredungen und Treffen mit anderen auf das Notwendigste zu beschränken. Zusätzlich muss ein gemeinschaftlicher sozialer Umgang mit der jetzigen Situation gefunden werden,“ sagt Corinna Balkow, Vorsitzende des LandesElternAusschussKindertagesstätten (LEAK) Berlin. „Freiberufliche und Alleinerziehende stehen vor großen finanziellen Belastungen. Wir fordern daher finanziellen Ausgleich für bedürftige Familien. Zusätzlich sind Kitas eine Ergänzung des Sozialraumes für Kinder, auch dieser Schutzcharakter sollte bedacht werden.“

Eltern und Sorgepflichtige dürfen in dieser Situation nicht allein gelassen werden, sie benötigen zeitnahe und unkomplizierte Regelungen. Der LEAK appelliert mit hoher Dringlichkeit an Unternehmen und die Verantwortlichen in der Politik solidarische und geeignete Maßnahmen zur Unterstützung von Familien mit Kindern in Bezug auf die krisenbedingte Kinderbetreuungsproblematik umgehend zu ergreifen. Wir erwarten, dass wir uns als ElternvertreterInnen an der Arbeitsgruppe zur Begleitung der Prozesse zur Notfallversorgung einbringen können.

Realitätsnah, epidemiologisch am sinnvollsten und in einem solidarisch ernstzunehmenden Staat angezeigt, wären bezahlte Freistellungen. Ebenso sollte ggf. eine Grundsicherung für Selbstständige und Freiberufler gezahlt werden.

Daher fordern wir Maßnahmen, die der besonderen Situation gerecht werden:

-       Angebot von Notbetreuungsprogrammen für Kinder von Eltern, die aus gesellschaftlich notwendigen Gründen weiterhin vor Ort berufstätig sein müssen

-       Angebot von Notbetreuungsprogrammen für Kinder, deren Eltern die Betreuung in der jetzigen Situation aus gesundheitlichen Gründen nicht übernehmen können

-       Angebot von Notbetreuungsprogrammen für Kinder, die aus Kinderschutz Gründen eine außerhäusliche Betreuung benötigen

-       Bezahlte Freistellung von für Kinder sorgende Menschen z. B. durch eine Erweiterung der Urlaubstage

-       Kostenübernahme für den Einsatz von Ersatzbetreuungspersonen

-       Erweiterung der Mokis durch Online-Schulungen, schnelle Anerkennung von möglichen Betreuungspersonen mit Absicherung durch Haftpflicht- und Unfallversicherung

-       Unterstützung von hilfebedürftigen Familien bei Ausgaben für Bildung, Spiel und Mahlzeiten

-       Planung zur Betreuung chronisch kranker Kinder, die unter Umständen über die Zeit der Kitaschließungen hinaus in kleinstem Kontaktradius betreut und versorgt werden müssen

Macht Platz für die nächste Generation! --- Für März Abgesagt!

Wir fordern Städte, in denen sich auch Kinder sicher mit dem Rad bewegen können / Foto Volksentscheid Fahrrad/Norbert Michalke

 Hallo liebe Kidical Mass Freund*innen,

auf Grund der aktuellen Ereignisse zum Coronavirus (COVID-19) wird das bundesweite Aktionswochenende absagt.

Wir stehen zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmer*innen und wollen mit den Veranstaltungen nicht zu einer zusätzlichen Gefährdung beitragen. 

---

Der LEAK unterstützt die bundesweite KIDICAL MASS am 21. und 22.3.2020 in Berlin. Wir setzten uns damit für kinderfreundliche und lebenswertere Städte ein. Wir wollen, dass sich auch Kinder sicher und selbständig mit Laufrad, Roller, Dreirad und Fahrrad in unseren Städten bewegen können.  Die Teilhabe von Kindern an politischen Entscheidungen wollen wir dabei fördern.

 

Wir gehen davon aus, dass die folgenden Demonstrationen abgesagt werden:

Für Steglitz-Zehlendorf (21.3.)

Startpunkt 11 Uhr am S-Bahnhof Zehlendorf
Zwischendurch Pause bis 12:30 - dann über die Schlosstraße noch eine kleine Runde durch Steglitz

Für Charlottenburg-Wilmersdorf (22.3.)
    Startpunkt am S-Bahnhof Charlottenburg - Treffen um 14:30 Abfahrt um 14:45
    Pause am Großen Stern um 15:30
    Weiterfahrt 15:45 -
    Ende vor dem Science Center Spectrum

Für Tempelhof-Schöneberg (22.3.)
    Treffpunkt 14.30 Uhr S-Bhf Südkreuz – Hildegard Knef Platz -Auftaktkundgebung
    14.50 Uhr Start:
    20 Minuten Pause am U-Bahnhof Berliner Straße -
    Ziel: Möckernstraße 27 vor Science Center Spectrum

Für Friedrichshain-Kreuzberg (22.3.)
    Treffpunkt um 14:45 am Frankfurter Tor (südwestliche Eckeder Straßenkreuzung)Abfahrt 15:00
    Am Südstern kurze Pause/Zwischenkundgebung (ca.16:00 bis 16:15)-
    Endpunkt ca. 16:45 Möckernstraße 27 vor dem ScienceCenter Spectrum

Für Lichtenberg (22.3.)

Treffpunkt ab 14:30 Uhr am Nöldnerplatz vor dem S-Bahnhof.
Der Fahrradkorso fährt dann 6 km durch Lichtenberg und endet im Landschaftspark Herzberge.    Zwischenstopp vor dem Rathaus Lichtenberg geben.

Bringt gerne Straßenkreide mit, denn es wird dort die Möglichkeit geben, die Straße mit euren Forderungen zu bemalen!   

Gemeinsam mit dem zweiten Lichtenberger Demozug aus Hohenschönhausen wird es dann am Endpunkt ein Kinderfest geben.

Für Hohenschönhausen (22.3.)

Treffpunkt Vorplatz Lindencenter um 14:30 Uhr
Abfahrt 15:00 Uhr
Ankunft 16:30 Uhr um Landschaftspark.

 Wann und wo Pause sein wird, ist noch in Klärung.

Für Pankow (22.3.)

Treffpunkt 14:45 Ossietzkystr./Am Schloßpark -
Abfahrt 15:00
Kundgebung/Pause 15:40-16:00 SchönfließerStr./Robesonstr.

Ankunft Gudvanger Str. gegen 16:45

Für Wedding/Gesundbrunnen (22.3.)

Treffpunkt 14:30 Leopoldplatz
Abfahrt 15:00
Kundgebung/Pause gegen 15:40-16:00 

Abschluss ca 16:30 im Volkspark Humbolthain

Für Neukölln

    Treffpunkt 14:30 Uhr Weser- Ecke Reuterstraße
    15:00 Uhr Start:
    Pause am Richardplatz -
    Ziel: Campus Rütli

Für Reinickendorf

   Treffpunkt  14:30 - S-Bahnhof Schönholz

   Ziel: Am S-Eichborndamm

 

 

Stellungnahme des LEAK zu finanziellen Forderungen an Kindertagespflegepersonen in Berlin

Der Leak betrachtet die finanziellen Rückforderungen an Tagespflegepersonen mit Sorge. Wir sind überzeugt, dass Tagespflege eine wichtige Möglichkeit der Kinderbetreuung und frühkindlichen Bildung darstellt. Wir wünschen uns daher dass für die jetzige finanzielle Situation eine gute Lösung gefunden wird. Wir begrüßen eine bessere Bezahlung und auch weitere fachliche Unterstützung sowie Bildungsangebote.

Tarifverhandlungen 2019

Gemeinsame Stellungnahme der Gesamtelternvertrer*innen des PFH
und des LEAK zu den laufenden Tarifverhandlungen anlässlich des
Warnstreiks am 29.1.2019

 >>> PDF-Download <<<

Der Landeselternausschuss Kita und die Elternvertreter*innen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (PFH) erklären Ihre Solidarität mit den Erzieher*innen. Seit langem fordern sie bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher*innen. Die Arbeitsbedingungen für pädagogische Fachkräfte müssen so gestaltet werden, dass diese ihre Arbeit gut, gerne und lange machen wollen und können. Dazu zählen sie vor allem eine spürbar bessere Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher, eine bessere Berücksichtigung der Arbeitsbelastungen, die neben der eigentlichen pädagogischen Arbeit stattfinden und die Schaffung von mehr Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Berufsfeldes.
"Elternvertreter*innen fordern schon lange eine deutlich höhere Bezahlung von pädagogischen Fachkräften, nun liegt es an den Verhandlungspartnern dies möglich zu machen", so Sabrina Butters, stellvertretende Vorsitzende der GEV des PFH.
Die Berliner Bildungslandschaft ist vielfältig und vielseitig, eine qualitativ hochwertige Betreuung und Ausweitung der angebotenen Kita-Plätze ist nötig. "Unsere Kinder werden Tag für Tag liebevoll betreut.
Erzieher*innen leisten Großes für unsere Kleinsten. Die Anstrengungen der Erzieher*innen müssen mit einer deutlich sichtbaren finanziellen Aufwertung gewürdigt werden. Nur so kann gesichert werden, dass die aktuellen Erzieher*innen ihren Beruf noch lange ausüben und zukünftige Erzieher*innen sich für eine Ausbildung entscheiden. “, so Corinna Balkow, Vorsitzende des LEAK.