Elterninformationen zu finanziellen Themen

Entschädigungen für erwerbstätige Sorgeberechtigte und Pflegeeltern bei notwendiger Betreuung infolge Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen

Seit dem 30.03.2020 haben erwerbstätige Sorgeberechtigte und Pflegeeltern einen Anspruch nach § 65 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz (IfSG) auf Entschädigung ihres Verdienstausfalls, wenn sie infolge einer behördlichen Schließung oder Betretungsuntersagung einer Betreuungseinrichtung oder Schule ihr Kind selbst betreuen müssen. Voraussetzung ist, dass eine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit nicht besteht.
Das Gesetz gewährt die Entschädigung für Betreuungsfälle ab dem 30.03.2020. Die Arbeitgeber zahlen für einen Zeitraum von maximal 6 Wochen die Entschädigungen in Höhe von 67 Prozent des Lohnes für die Behörde aus. Sie können anschließend die Erstattung durch die Behörde beantragen.
Erstattungsanträge können derzeit noch nicht entgegengenommen werden.
Ab voraussichtlich Mai wird es die Möglichkeit eines digitalen Antrags geben. Informationen hierzu werden zeitnah veröffentlicht.

Zu den Informationen der Senatsverwaltung für Finanzen.

 

Elterngeld

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie haben auch zur Folge, dass eine steigende Zahl von Eltern die Voraussetzungen nicht mehr einhalten können, die für den Bezug des Elterngeldes vorgesehen sind. So werden Eltern, die bestimmten Berufsgruppen angehören (zum Beispiel Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte, Polizistinnen und Polizisten) an ihrem Arbeitsplatz dringend benötigt und können weder über den Arbeitsumfang noch über die Arbeitszeit selbst bestimmen. Andere Berufsgruppen sind von Kurzarbeit oder Freistellungen betroffen und geraten in wirtschaftliche Notlagen während des Elterngeldbezugs. Werdende Eltern befürchten Nachteile bei der späteren Elterngeldberechnung durch die Corona-bedingte Kurzarbeit oder Freistellung während der Elternzeit.

Zu den Informationen des Bundesfamilienministeriums

Kinderzuschlag

Im Rahmen der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag nun zu einem Notfall-KiZ angepasst. Er soll zügig helfen, wenn Familien jetzt Einkommenseinbrüche erleiden und plötzlich nur noch ein kleines Einkommen erzielen. Dafür werden folgende Regelungen getroffen:

  • Bei Anträgen auf Kinderzuschlag, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. September 2020 gestellt werden, wird das Einkommen der Eltern nicht anhand der letzten sechs Monate, sondern nur anhand des letzten Monats vor Antragstellung geprüft. Für Anträge im April ist also das Einkommen aus März relevant, für Anträge im Mai das von April. So kann besser auf kurzfristige Einkommenseinbußen reagiert werden.
  • Außerdem müssen Eltern keine Angaben mehr zum Vermögen machen, wenn sie kein erhebliches Vermögen haben. Die Regelung erleichtert die Beantragung. Der Kinderzuschlag kann dadurch höher ausfallen. An den Einkommensbereichen ändert sich jedoch nichts.

Zu den Informationen des Bundesfamilienministeriums

Informationen aus der Senatsverwaltung zum Thema Kita

  • Liste der Tätigkeitsbereiche mit Zugang zur Notbetreuung (systemrelevante Berufe) (8.4.20)
  • Selbsterklärung der Eltern zur Notbetreuung - Version Kita (8.4.20) - Versionen in anderen Sprachen beim Senat
  • Dank der Senatorin an die Mitarbeiter*innen in Kita und Tagespflege (9.4.20)
  • 8. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (7.4.20)
  • 7. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (6.4.20)
  • 6. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger - inkl. neuer Berufeliste (30.3.20)
  • 5. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (23.3.20)
  • 4. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (17.3.20)
  • 3. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (16.3.20)
  • 2. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (16.3.20)
  • 2. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaeltern (16.3.20) - diese Elterninfo ist von dolpäp in diverse Sprachen übersetzt worden
  • 1. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaträger (13.3.20)
  • 1. Information der Senatsjugendverwaltung für Kitaeltern (13.3.20)
  • Elterninformationen zu Kitaschließungen vom 17.03.-17.04.2020

    Sehr geehrte Eltern,
    sehr geehrte Damen und Herren,
    der Senat von Berlin hat heute auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie die Schließung aller Kitas
    ab Dienstag, dem 17.03.2020 bis einschließlich zum Freitag, dem 17.04.2020
    beschlossen.


    Die Schließung der Kindertagesstätten soll dazu beitragen, Art und Umfang sozialer Kontakte zu
    reduzieren, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen bzw. zu vermeiden.
    Insbesondere sollen auf diese Weise besonders gefährdete Gruppen geschützt und in der Folge
    Überlastungen des Gesundheitssystems vermieden werden.
    Die Senatsverwaltung für Jugend ist sich der Auswirkungen dieser Entscheidung für ihre persönliche
    Situation bewusst. Dennoch bitten wir Sie, mit Blick auf die gesamtgesellschaftlichen
    Herausforderungen, um Verständnis für diese Maßnahme.


    Um die wichtigsten Aufgaben der Daseinsvorsorge auch in dieser außergewöhnlichen Notsituation
    sicherzustellen, wird mit Unterstützung der Träger ein Notsystem mit einer sehr begrenzten
    Platzzahl aufrechterhalten. Dieses Notsystem ist Personen vorbehalten, die systemrelevante
    Tätigkeiten ausüben (v. a. in den Bereichen Gesundheit/ Pflege und öffentliche Sicherheit) und trotz
    aller eigenen Bemühungen keine andere Möglichkeit der Betreuung ihrer Kinder haben.
    Über diese Angebote sowie das damit verbundene Zuweisungsverfahren werden wir Sie im Laufe
    des Montags auf der Homepage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informieren
    (https://www.berlin.de/sen/bjf/).